KUNSTVERMITTLUNG

Mit Ohne Alles. Kunst ohne Werk

Kleines Symposium des Masterstudienganges außerschulische Kunstpädagogik

22./23.01. 2016, Institut für Kunstpädagogik Leipzig

Vorträge und workshops zu künstlerischen Strategien „ohne Werk“

Handle with care

Ein performatives Projekt mit Strafgefangenen

Handle with care

Ein Kooperationsprojekt zwischen der JSA Regis Breitingen (Ästhetische Erziehung und Bildung), dem Institut für Kunstpädagogik Leipzig und der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Grundstudium Medienkunst unter der Schirmherrschaft von Herrn Willi Schmid, Ministerialdirigent des Sächsischen Ministerium der Justiz Dresden.

Über den Zeitraum von Juli bis September 2016 haben sich in regelmäßigen Abständen Jugendstrafgefangene der JSA Regis-Breitingen, Kunststudierende der Hochschule für Grafik und Buchkunst sowie Studierende des Institutes für Kunstpädagogik Leipzig zu einem gemeinsamen performativen Arbeitsprozess getroffen. Zunächst lernten sich alle teilnehmenden Personen mit Hilfe von experimentellen Wahrnehmungsübungen und performativen Aktionen kennen. Anschließend entwickelten sie anhand von Notationen und anderen Aufzeichnungsstrategien einen gemeinsamen Handlungsspielraum, in dem diverse soziale Prozesse angestoßen und künstlerische Interaktionen entwickelt werden konnten.

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Von jedem/r Teilnehmer/in wurde eine spezifische Handlungsanweisung für eine ausgewählte Person der Gruppe konzipiert, ausformuliert oder visualisiert und an diese übergeben. Auf diese Weise erhielt jede Person ein ganz individuelles performatives Skript, welches im Laufe des Projektes interpretiert, realisiert und dokumentiert wurde. Die entstandenen Ergebnisse sowie deren Entstehungsprozesse wurden anhand von Fotos, Texten, Skizzen, Videosequenzen und Objekten zu einer gemeinsamen Ausstellung zusammengefasst.

Projektbetreuer/innen:
Bianca Gröger, JSA Regis-Breitingen
Stefan Riebel, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Dr. Ines Seumel, Institut für Kunstpädagogik

Als eine gemeinsame performativ-konzeptionelle Auseinandersetzung mit der Projekt-Situation, die während der Zusammenarbeit spontan und unbeabsichtigt entstanden ist, erweist sich ein zusätzliches Objekt, welches aus einem ungewöhnlichen Vorgang resultiert und der Idee von Stefan Riebel folgt: Inhaftierte Jugendliche entfernten einen Stein aus der massiven Mauer und hinterließen so eine symbolische Lücke in der Abgrenzung zwischen „Drinnen“ und „Draußen“. Der Mauerstein wird als Objekt in der Ausstellung zu besichtigen sein.

kunst-im-regiser-knast-mauerstein-wird-zum-ausstellungsobjekt_pdabigteaserFoto: Stefan Riebel

Wir danken der JSA Regis-Breitingen für diese Umsetzungsmöglichkeit sowie der räumlichen, personellen und finanziellen Unterstützung. Zudem gilt ein besonderer Dank allen JustizvollzugsbeamtInnen sowie KollegInnen aus der Verwaltung der JSA für die liebevolle Gewährleistung des Projektablaufes sowie dem Beistand von außergewöhnlichen Ideen. Große Anerkennung gebührt ebenso der psychosozialen Betreuung und Begleitung des künstlerischen Projektes durch involvierte Fachdienste.

Präsentation der Ergebnisse und Entstehungsprozesse
23.09.2016 von 16 – 20:00 Uhr – Eröffnung
24.09.2016 von 16 – 18:00 Uhr
Poege-Haus e.V., Hedwigstraße 20, 04315 Leipzig

 

Workshops von Studierenden der Kunstpädagogik für Leipziger Kinder und Jugendliche im Sommersemester, im Kunstkraftwerk Leipzig, Lindenau

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Was wäre, wenn eine Ausstellung nie endet?

Berühmte Künstler wie Ai Weiwei, Marina Abramovic, Yoko Ono und viele andere haben Handlungsanweisungen geschrieben, wie man ein Kunstwerk schafft oder eine künstlerische Strategie entwickelt. Der Kurator Hans Ulrich Obrist hat diese Anweisungen in Skizzen- und Textform in einem Kompendium gesammelt – mittlerweile gibt es 120 Anleitungen: Do it! Für die Workshops haben wir daraus einige ausgewählt. Nach diesen Vorlagen können Schüler und Schülerinnen ihre eigenen Vorstellungen umsetzen und Kunstwerke in verschiedensten Medien entstehen lassen.

„do it! for kids“ 

Realisiere deine individuellen Kunstvorstellungen nach Anweisungen von international bekannten Künstlern und Künstlerinnen!

Am 06. Juli 2015, um 18.00 Uhr ist Vernissage im Kunstkraftwerk Leipzig. Die von den Kindern und Jugendlichen erarbeiteten Prozesse und Werke werden bis zum 09.06. in den spannenden Räumen des historischen Kunstkraftwerkes präsentiert, um zur Finissage gemäß des ephemeren Charakters des Ausstellungsprojektes auf verschiedene Weise vernichtet zu werden. Was bleibt, sind Prozessdokumentationen und das Compendium mit den Handlungsanweisungen für das nächste                       do it! – Ausstellungsvorhaben.

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Präsentation des Leipziger Projektes auf der offiziellen do it!-homepage

Kunstvermittlung 22. Leipziger Jahresausstellung, 2015

Master-Studierende der außerschulischen Kunstpädagogik realisieren Konzepte zur interaktiven Erschließung künstlerischer Positionen im Rahmen der 22. Leipziger Jahresausstellung mit dem Titel „pro M“.

Impressionen und link zu facebook

 

Kunstvermittlung 21. Leipziger Jahresausstellung, 2014

Master-Studierende der außerschulischen Kunstpädagogik realisieren Konzepte zur interaktiven Erschließung künstlerischer Positionen im Rahmen der 21. Leipziger Jahresausstellung.

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Sehbeeinträchtigte  Schüler der Filatow-Schule Leipzig im intensiven Zwiegespräch mit dem “Gepard” von Kristof Grunert

“Das Leipziger Kunstjahr steuert einem weiteren Höhepunkt entgegen: Die 21. Leipziger Jahresausstellung mit dem Titel zucht@ordnung wird am Donnerstag, 5. Juni, im Westwerk eröffnet. […]”

Erstmals arbeitet der Verein Leipziger Jahresausstellung mit dem Institut für Kunstpädagogik der Uni Leipzig zusammen: In einem Semesterprojekt erarbeiten Studenten Vermittlungskonzepte, die während der Ausstellung dem Publikum angeboten werden.” (Auszug aus dem Pressetext)

CALL TO ORDER wird die Ausstellungsbesucher zur aktiven Systematisierung der ausstellenden Künstler, Künstlerinnen und gezeigten Werke aufrufen. Ein digitales Katalogsystem erlaubt nach unterschiedlichen Kriterien immer wieder neue Ordnungen herzustellen. Dieses wird begleitet von ausliegenden Karten mit kurzen Impulsen für strukturierende Tätigkeiten beim Besuch der Ausstellung.

Den verschiedensten Bezügen zwischen den Systemen MATHE UND KUNST geht das gleichnamige Projekt gemeinsam mit zwei Schulklassen nach. Wie kann mit künstlerischen Mitteln gemessen, geordnet, konstruiert werden?

Das Vermittlungsprojekt UM-EIN-ZU-ORDNEN geht mit sehbehinderten Schülern und Schülerinnen der Filatow-Schule ordnenden Prinzipien in der Ausstellung nach und nutzt dafür die ausgeprägte Materialsensibilität der Adressaten.

HIER UND JETZT – dieses Projekt wird im Vorfeld des Ausstellungsbesuches mit Frauen arbeiten, die mit Migrationshintergund in Leipzig leben. Am Beispiel der in der Ausstellung vertretenen Künstler_innen und deren Positionen werden biografische Bezüge zur Stadt untersucht und mit eigenen verglichen.

Die Aktion KUNSTFINDER wird offenes Publikum durch im Stadtraum Leipzig versteckte Caches in die Ausstellung locken und u. a. mit ihnen vor Ort zu den Aspekten Grenzgänge und Momentaufnahmen arbeiten. Hier geht es zur facebook-Seite und den Koordinaten, und hier zu einem Interview mit den drei Studentinnen, die sich die Caches ausgedacht haben.

Weitere Impressionen von der Vermittlungspraxis:

Kunstvermittlung f-stop: 6. Festival für Fotografie Leipzig, 2014

Studierende der außerschulischen Kunstpädagogik (3. Semester) erarbeiten mit Leipziger Schüler_innen im Rahmen des 6. Festivals für Fotografie f-stop poetische, spielerisch-assoziative und fotografische Zugänge zu den ausgestellten Werken.

Die Hauptausstellung Get lucky! widmet sich 2014 den Versprechen von Glück in der Leistungsgesellschaft und untersucht, wie diese in der zeitgenössischen Fotografie sichtbar gemacht werden. In der Halle 12 werden Arbeiten internationaler KünstlerInnen zu sehen sein, darunter Beni Bischof, Hans Eijkelboom, Stephanie Kiwitt und Jana Schulz. Vernissage am 06.Juni 2014

Kuratoren: Christin Krause und Thilo Scheffler

“Dialog mit dem Glück”: Workshop-Reihe in Kooperation mit dem Institut für Kunstpädagogik

f/stop hat es sich zum Ziel gesetzt, die Ausstellungsinhalte des Festivals mit verschiedenen Vermittlungsprojekten speziell auch jüngerem Publikum zugänglich zu machen. In Kooperation mit dem Institut für Kunstpädagogik der Universität Leipzig unter Leitung von Ines Seumel und der Fotografin Wednesday Farris finden mehrere Workshops statt. Sie richten sich an Jugendliche aus Leipzig und der näheren Umgebung. Im Dialog mit den Festival-KuratorInnen sowie den gezeigten Arbeiten erfolgt eine fotografische und theoretische Auseinandersetzung mit dem Festivalprogramm, die schließlich in einer Ausstellung und Publikation im Herbst 2014 ihren Abschluss findet.” (Auszug aus dem Programm)

mehr fotografische Impressionen der Vermittlungspraxis

 

Olaf Nicolai – Vermittlungsprojekt, 2012

Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes der Kreativen Spinner (Halle 14 der Leipziger Baumwollspinnerei) und des Institutes für Kunstpädagogik hat der in Halle geborene, an der Uni Leipzig studierte und inzwischen weltberühmte Künstler Olaf Nicolai einen Vortrag gehalten zu seinen künstlerischen Positionen, den konzeptuellen Hintergründen und der Vielfalt eingesetzter künstlerischer Medien und Verfahrensweisen. Diese Veranstaltung bildete den Auftakt zu einem Kunst-Vermittlungsprojekt, in dessen Verlauf Master-Studierende der außerschulischen Kunstpädagogik über persönliche Zugänge zu ausgewählten Werken Nicolais eine Publikation erarbeiten werden und davon ausgehend Vermittlungsstrategien für Rezeptionseinheiten mit Schulklassen entwickeln. Inhaltlicher Fokus wird dabei das Zusammenspiel von Wissenschaft und Kunst bei der Erarbeitung von Vorstellungen utopischer Gesellschaftsstrukturen sein. Das Wintersemester-Projekt wird betreut von  Ines Seumel.

 

 dOCUMENTA (13) – Unterrichtsmaterialien zur Vermittlung, 2012

Auf dieser Plattform finden Kunstpädagog_innen und Documenta-Interessierte zahlreiche anregende Impulse und Materialien, die von Studierenden des Institutes für Kunstpädagogik unter Leitung von Ines Seumel entwickelt wurden. Die Materialien sind im Unterricht ebenso wie im außerschulischen Bereich zur Nachbereitung der     dOCUMENTA (13), aber auch zur allgemeinen Thematisierung der Kasseler Ausstellung sehr gut geeignet. Empfohlen wird z.Bsp. „dOCUMENTA – DAS SPIEL“, ein Brettspiel zum Herunterladen.

 

 Christiane Baumgartner – Vermittlungsprojekt, 2011

Studierende des 2. Semesters BA außerschulisch beschäftigten sich im Kurs Rezeptionspraxis bei Dr. Ines Seumel mit einem ausgewählten Kunstwerk der Leipziger Künstlerin Christiane Baumgärtner und deren zugrunde liegenden konzeptionellen Ideen. Dazu hatten sie Gelegenheit, einen Vortrag von Christiane Baumgartner zu hören/zu sehen und sie persönlich zu Ihrem Schaffen zu befragen.  Die sich anschließende Aufgabe bestand darin, eigene Vermittlungskonzepte zu diesem Werk zu entwickeln und mit einer ausgewählten Person zu realisieren.

Ein vielseitiges Spektrum von dokumentierten Vermittlungsprozessen und entstandenen bildnerischen oder verbalen Reaktionen auf „Transall“ wurde am 29.06.2011 in den Räumen der Kreativen Spinner in der Halle 14 der Baumwollspinnerei von den Studierenden vor- und ausgestellt. Die Künstlerin war ebenso anwesend wie auch Wednesday Farris, Kunstvermittlerin der „Kreativen Spinner“, die dieses Projekt organisiert und aktiv begleitet hat. Die fotografischen Eindrücke stammen von Isabelle Grubert.

Kunstvermittlungsprojekte in Zusammenarbeit mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK) 

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